Gelenke bei Gicht

Gicht #1 - Ursachen & Prophylaxe

Chondrose zervikale beliebte Behandlungen

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen.

Dieser Text Gelenke bei Gicht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft. Gicht ist eine Stoffwechselstörung, die vor allem schmerzhafte Entzündungen in den Gelenken verursacht.

Ursache ist zu viel Harnsäure im Blut, die sich in Kristallform in der Gelenkhaut ablagert. Durch eine konsequente Ernährungsumstellung und weitere Lebensstilfaktoren lässt sich der Harnsäurespiegel aber kontrollieren. Bei Gicht ist der Harnsäurespiegel im Blut zu hoch. Entweder, weil zu viel davon produziert oder weil die Nieren nicht genügend davon ausscheiden.

Es bilden sich winzige Harnsäure-Kristalle, die sich insbesondere in den Gelenken ablagern. Die Harnsäure entsteht bei der Aufspaltung von Purinen. Purine sind Abbauprodukte, die sich bilden, wenn der Körper kranke Zellen abbaut. Sie werden aber auch mit der Nahrung aufgenommen, insbesondere Fleisch und Innereien, aber auch manche Gemüsesorten.

Die meisten Gichtpatienten leiden unter einer angeborenen Stoffwechselstörung. In den meisten Fällen scheiden die Nieren nicht genug Harnsäure aus. In seltenen Fällen produziert der Körper so viel Harnsäure, dass die Nieren überfordert sind. Ursache ist ein Gendefekt, das sogenannte Lesch-Nyhan-Syndrom.

Es tritt überwiegend bei Jungen auf. Gelenke bei Gicht einer sogenannten sekundären Gicht verursachen andere Erkrankungen den Überschuss an Harnsäure. Bei Leukämie beispielsweise gehen körpereigene Zellen massenhaft Gelenke bei Gicht. Umgekehrt steigt der Harnsäurespiegel auch, wenn nicht genug Harnsäure ausgeschieden wird. Das ist bei Nierenerkrankungen der Fall oder bei einem unbehandelten oder ungenügend eingestellten Diabetes.

Gicht gilt als Wohlstandskrankheit. Sie ist in Industriestaaten weit verbreiteter als in ärmeren Ländern. Zu den Faktoren, die Gicht begünstigen, gehören Übergewichteine fleisch- fruktose- und alkoholreiche Ernährung sowie Bewegungsmangel. Ein akuter Gichtanfall tritt auf, wenn der Harnsäurespiegel einen bestimmten Wert überschreitet. Die wichtigsten Auslöser sind:. Gelenke bei Gicht eines Gichtanfalls kann sich über Tage und sogar Wochen erstrecken.

Dann klingen die Symptome langsam wieder ab. Durch eine schnelle, gezielte Behandlung Gelenke bei Gicht sich die Gichtanfall-Dauer aber deutlich verkürzen. Mediziner empfehlen als obere Grenzwerte 5,5 bis 6,4 Milligramm pro Milliliter Blut. Das ist nicht so einfach. Bei Gicht sind typischerweise die kleineren Gelenke betroffen, meist die Zehen.

Arthrose betrifft häufig Hüfte, Knie oder die Gelenke zwischen den Wirbelkörpern. Bei Gicht treten die Schmerzen auf, verschwinden dann aber für längere Zeit wieder. Bei Arthrose sind die Schmerzen hingegen vorhersagbar, d.

Meistens werden diese Gichtauslöser ja sogar zusammen genossen. Wer das nicht schafft, oder genetisch bedingt einen hohen Spiegel hat, muss Medikamente nehmen.

Die sind aber sehr gut verträglich. Generell sollten alle ihren Harnsäurespiegel im Auge behalten. Gelenke bei Gicht Harnsäure Gelenke bei Gicht die Organe, lange bevor sich Gichtsymptome zeigen. Viel lässt sich schon durch einen veränderten Lebensstil erreichen, insbesondere durch eine angepasste Ernährung. Reicht das zur Gicht-Therapie nicht aus, können Medikamente den Harnsäurespiegel zusätzlich senken.

Zur Senkung des Harnsäurespiegels können Betroffene selbst viel beitragen. Dabei spielt die Umstellung der Ernährung eine entscheidende Rolle:. Purinreiche Lebensmittel nur in kleinen Portionen: Purine sind unter anderem im Erbgut aller lebenden Zellen enthalten. Bei ihrem Abbau entsteht Harnsäure. Das gilt für die überalterten eigenen Zellen ebenso wie für die Nahrung. Zu den purinreichen Lebensmitteln gehören Gelenke bei Gicht vor Gelenke bei Gicht Innereien Gelenke bei Gicht, Wurst, Meeresfrüchte und bestimmte Fischarten.

Üppiges Essen Gelenke bei Gicht bei einer Veranlagung zu Gicht in einen akuten Gichtanfall münden. Seine Abbauprodukte werden über Gelenke bei Gicht Nieren Gelenke bei Gicht und machen dabei der Harnsäure Konkurrenz. So bremst Alkohol Gelenke bei Gicht Abbau von Harnsäure und lässt deren Spiegel steigen. Selbst wenn Sie nur ausnahmsweise einmal mehr Alkohol konsumieren, kann das einen Gichtanfall provozieren. Besonders kritisch ist Bier.

Es enthält neben Alkohol auch noch viel Purin. Vorsicht mit Fruchtzucker: Fruktose steckt nicht nur in Früchten. Der Abbau Gelenke bei Gicht Fruktose im Körper verstärkt die Purinbildung. Gicht-Patienten sollten darum möglichst wenig fettreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen. Mehr als 30 Prozent Ihrer täglichen Kalorienzufuhr sollten sie möglichst nicht über Fett decken.

Diese Grenze ist schnell erreicht, denn Fett hat von allen Nährstoffen die höchste Energiedichte. Achten Sie besonders auf versteckt Nahrungsfette, beispielsweise in Wurstwaren oder Fertigprodukten. Wenn Sie weniger wiegen, sinkt Ihr Harnsäurespiegel automatisch. Aber aufgepasst: Die Gewichtsabnahme sollte langsam und kontrolliert erfolgen. Strenges Fasten kann einen akuten Gichtanfall auslösen! Die Flüssigkeit im Körper hilft dabei, die Harnsäurekonzentration niedrig halten und unterstützt die Filterfunktion der Niere.

So wird zusätzlich Harnsäure ausgeschwemmt und der Harnsäurespiegel senkt. Bewegen, aber nicht übertreiben: Bewegung wirkt sich positiv auf die Gichtgelenke aus.

Die Funktion bessert sich und Entzündungssymptome klingen schneller ab. Körperlich überanstrengen sollte man sich mit Gicht aber nicht — die entstehende Milchsäure verlangsamt den Abbau von Harnsäure über die Nieren.

Gicht heilen lässt sich allerdings auch mit Medikamenten nicht. Sobald die Arzneien abgesetzt werden, geht ihr Einfluss auf den Harnsäurespiegel verloren und dieser steigt wieder an.

Empfohlen wird die Einnahme von Harnsäuresenkern beispielsweise in folgenden Fällen:. Harnsäure lässt sich auf zwei Wegen reduzieren: Entweder, indem sie vermehrt ausgeschieden wird, oder indem die Produktion reduziert wird. Zur langfristigen Gicht-Behandlung setzt man vor allem Wirkstoffe ein, die die Produktion blockieren.

Urikosurika bewirken, dass vermehrt Harnsäure ausgeschieden wird. In diese Gruppe gehört zum Beispiel Benzbromaron. Wichtig ist, dass die Patienten mehr als zwei Liter pro Tag Gelenke bei Gicht. Urikostatika enthalten den Wirkstoff Allopurinol. Er hemmt ein Enzym, das für den letzten Gelenke bei Gicht der Harnsäurebildung notwendig ist. Dadurch befinden sich im Gelenke bei Gicht vermehrt die Vorstufen der Harnsäure.

Diese sind jedoch besser wasserlöslich und werden daher leichter ausgeschieden als die Harnsäure selbst. Durch eine Behandlung mit Urikostatika können sich sogar bereits entstandene Ablagerungen von Harnsäurekristallen auflösen. Sogenannte Gichttophi und Nierensteine bilden sich so im Idealfall zurück.

Medikamente zur langfristigen Gichttherapie sind bei einem akuten Gichtanfall ungeeignet. Hier geht es vor allem darum, Beschwerden wie Schmerzen möglichst schnell zu lindern. Besonders wirksame Hilfe Gelenke bei Gicht Gicht bieten entzündungshemmende Schmerzmittel. Sie enthalten kein Kortison. Gichtpatienten werden vor allem Indometacin und Diclofenac verschrieben. In der Regel bessern sich die Beschwerden schon innerhalb weniger Stunden.

Bei kleineren Gelenken wird Kortison in Tablettenform verabreicht. Die Kortison-Präparate dürfen nicht Gelenke bei Gicht als einige Tage lang eingenommen werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird sofort mit Kortison behandelt. Eine Gichtanfall-Therapie mit Nichtsteroidalen Antirheumatika ist dann nicht möglich. Colchizin: Früher hat man Gicht häufig mit Colchizin behandelt. Heute wird es wegen seiner Nebenwirkungen wie DurchfallÜbelkeit und Erbrechen kaum noch verordnet.

In der Schwangerschaft darf es nicht eingenommen werden. Auch Männer, die in nächster Zeit ein Kind zeugen Gelenke bei Gicht, sollten darauf verzichten. Die Eigenbehandlung mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln ist riskant. Acetylsalicylsäure beispielsweise kann den Harnsäurespiegel erheblich erhöhen. Sogar bei einem beschwerdefreien Gichtpatienten kann sie einen akuten Anfall auslösen.